Jetzt wird’s heiß: Urban Decay Naked Heat Palette!

Hallo Ihr Lieben,

ich freue mich wahnsinnig, Euch meine allerneueste Lidschattenpalette präsentieren zu dürfen! Wahrscheinlich habt Ihr schon tausend Bilder von ihr online gesehen: die Rede ist natürlich von der neuen „Naked Heat“ von Urban Decay. Ich habe alle Farben für Euch geswatcht und habe auch direkt einen Look mit dem heißen Stück geschminkt. Seid gespannt, los geht’s!

Tadaa, da ist sie also – die neueste Erweiterung der „Naked“-Familie von Urban Decay. Ich muss gestehen, dass ich bereits Feuer und Flamme war, als im Juni der Release angekündigt wurde. Endlich eine neue Naked-Palette, und dann auch noch mit Rottönen! Moment mal – Rottöne? Zugegeben, das ist inzwischen keine absolute Sensation mehr. Gerade die Indiemarken haben in den letzten 1,5 Jahren ordentlich vorgelegt, was dieses Farbspektrum angeht. Allerdings finde ich es gut, dass Urban Decay das Thema nun auch aufgegriffen hat. Denn nicht jede Frau ist ein Hardcore-Beautyjunkie, der seine Objekte der Begierde aus der ganzen Welt und für zum Teil horrende Preise bezieht.

Ich erinnere mich noch an Hype, der Ende 2013 ausbrach, als Urban Decay die in Rosétönen gehaltene „Naked 3“ auf den Markt brachte. Tatsächlich war das auch meine erste Highend-Lidschattenpalette, die ich mir im Frühjahr 2014 dann ganz stolz in Mailand kaufte – Urban Decay gab es da noch nicht in Deutschland. Auch wenn ich mit der Palette einige Startschwierigkeiten auf Grund mangelnder Schminkfähigkeiten hatte, ist sie mir ans Herz gewachsen. Zum Glück haben sich die Pinselfertigkeiten bei mir durch ausdauerndes Üben sehr verbessert, inzwischen benutze ich sie meist einmal pro Woche und freue mich über die einfache Handhabe. Und genau das habe ich mir auch von der neuen „Naked Heat“ erhofft: Harmonisch aufeinander abgestimmten Farben, mit denen sich ohne große Mühe schöne Looks schminken lassen. Ob das gelungen ist, werdet Ihr gleich sehen.

Vorher möchte ich allerdings noch ein paar Worte über die Verpackung verlieren. Sie ist absolut großartig! Ich weiß, es geht in erster Linie um die Lidschatten – aber ich bin ein echter Verpackungsjunkie und bin schier ausgeflippt vor Begeisterung, als ich den Karton gestern geöffnet habe. Die Palette selbst ist aus sehr stabilem Kunststoff gefertigt, fühlt sich hochwertig an und liegt sehr gut in der Hand. Der Deckel hat einen coolen dreidimensionalen Effekt, der sich etwas schwer mit der Kamera einfangen lässt. Während die „Naked 3“ noch in einem simplen Pappkarton steckte, liegt die „Naked Heat“ in einem Schuber. Ich persönlich schätze das sehr, weil ich die Paletten immer in ihrer Originalverpackung aufbewahre und schon oft über widerspenstige Laschen geschimpft habe, die sich nicht öffnen ließen. Fast am coolsten finde ich den Schuber selbst: Wenn Ihr die Palette herausnehmt, offenbaren sich 12 Streichhölzer, die unterschiedlich weit abgebrannt sind – stellvertretend für die 12 feurigen Farben in der Palette. Ist das cool oder ist das cool? 😉 Auf der Rückseite gibt es dann noch brennende Rosen, die mir ebenfalls richtig gut gefallen. Ja, ich weiß – es ist nur eine Pappschachtel. Aber ich finde, eine perfekte Verpackung ist einfach noch das Tüpfelchen auf dem i.

Jetzt aber mal zum eigentlichen Highlight – den Lidschatten. Insgesamt enthält die „Naked Heat“ 12 Farben, sieben matte und fünf schimmernde und klassisch von hell bis dunkel sortiert.

Und los geht’s mit den ersten vier Farben! Ganz ehrlich: Bisher habe ich matte Lidschatten immer ein bisschen stiefmütterlich behandelt. Ich besitze ein paar Exemplare, die ich gerne mag und meist in der Lidfalte oder im äußeren V nutze – viele andere ignoriere ich jedoch schlicht und ergreifend. Zwischenzeitlich war ich mir daher nicht sicher, ob mir die „Naked Heat“ wirklich gefallen würde. Jetzt kann ich allerdings Entwarnung geben: Das sind wirklich die geilsten matten Lidschatten, die ich seit langem geswatcht habe! Hier hat Urban Decay wirklich nachgelegt und kommt für mein Empfinden problemlos an die Qualität von Makeup Geek heran.

„Ounce“ ist ein schimmernder Elfenbeinton, der sich super zum Highlighten unter dem Brauenbogen eignet. „Chase“, ein warmes, helles Braun, ist wie geschaffen zum Definieren der Lidfalte. Zusammen mit den beiden etwas dunkleren matten, warmen Brauntönen „Sauced“ und „Low Blow“ könnt Ihr schon ein tolles AMU für jeden Tag schminken – und das ganz ohne Rottöne im klassischen Sinn. Ihr seht, die Palette bietet also auch Möglichkeiten, sich erst mal vorsichtig an das Farbthema heranzutasten.

Die nächsten vier Farben sind da schon deutlich auffälliger – und haben im Sturm mein Herz erobert. „Lumbre“ ist ein wunderbar schimmerndes Roségold. Erinnert mich ein wenig an „Expensive Pink“ von Mac, jedoch ist die Farbe deutlich metallischer und gibt viel mehr Farbe ab. „He Devil“ sehe ich schon als super Kombi zu „Lumbre“, ein mattes Ziegelrot. Die nächsten beiden Töne, „Dirty Talk“ und „Scorched“, sind sich in der Palette relativ ähnlich. Geswatcht offenbart sich allerdings schnell der Unterschied: „Dirty Talk“ ist ein geschmeidiger, stark metallischer Kupferton, während „Scorched“ einen Stich mehr ins Rosane geht und seinem Nachbarn in Sachen Pigmentierung in nichts nachsteht.

Klarer Fall: Jetzt fehlen natürlich noch ein paar dunkle Töne, um die Lidfalte und den äußeren Augenwinkel zu definieren. Da hat sich Urban Decay nicht lumpen lassen und uns sowohl drei matte als auch noch einen schimmernden Ton beschert.

Wie Ihr sehen könnt, hat „Cayenne“ eine kleine Macke. Ärgerlich – aber ich wollte nicht völlig schizophren sein und die Palette deswegen zurückschicken. Ich habe schon Tage gewartet, bis sie endlich wieder lieferbar war – das wollte ich nicht nochmal mitmachen. Und schließlich ist die Palette ja auch zum Benutzen da, stimmt’s? 😉

Geswatcht fällt „Cayenne“ deutlich dunkler aus als im Pfännchen, ein schönes, sattes Schokoladenbraun. Die Farbe passt aus meiner Sicht sehr gut in Kombi mit den ersten vier Tönen, außerdem reizt es mich sehr, „Cayenne“ mit „Dirty Talk“ zusammenzubringen. „En Fuego“, ein mattes sehr dunkles Rot, und „Ashes“, ein mattes, fast schwarzes Aubergine, sind die nächsten im Bunde. Die beiden Farben sind trockener als die restlichen Lidschatten und müssen etwas geschichtet werden. Versteht mich aber bitte nicht falsch: Sie sind immer noch besser als so manch anderer matter, dunkler Lidschatten von Mac oder Too Faced. Ich freue mich schon darauf, die beiden Töne mit „Scorched“ zusammenzubringen! Last but not least bleibt dann noch „Ember“: Aber hallo! Ich hatte vermutet, dass es sich dabei um einen ähnlichen Wolf im Schafpelz handeln würde wie „Blackheart“ in der „Naked 3“ oder der leidige „Beauty Marked“ von Mac. Im Pfännchen wunderschön, geswatcht dann nur noch eine schwarz-graue Masse. Nicht so „Ember“ – Euch erwartet ein richtig cooles, super pigmentiertes Schwarz-Violett mit einem rot-pinken duochromen Schimmer!

Fazit: Mit der „Naked Heat“ ist Urban Decay nach der eher etwas uninspirierten „Naked Smokey“ wieder ein richtig großer Wurf gelungen! Die Farben sind deutlich pigmentierter, als es etwa bei der „Naked 3“ der Fall ist und lassen sich sehr gut verarbeiten. Einzig die matten dunklen Töne machen ein bisschen mehr Mühe, das ist für mich jedoch nicht weiter tragisch.

Natürlich habe ich direkt losgelegt und einen ersten Look geschminkt, nachdem alle Bilder im Kasten waren. Benutzt habe ich „Ounce“ unter der Braue, „Chaser“ in der Lidfalte, „Sauced“ auf dem beweglichen Lid sowie eine Mischung aus „Cayenne“ und „Ember“ im äußeren Augenwinkel. Abschließend habe ich dann noch ein wenig „Lumbre“ auf die Lidmitte getupft. Ich habe das AMU gestern Abend ca. 7 Stunden getragen (über der Urban Decay Primer Potion) und es sah beim Abschminken immer noch super aus – da kann ich mit arbeiten. 🙂

Jetzt ist der Beitrag doch deutlich länger geworden als gedacht. Aber die wunderschöne „Naked Heat“ Palette hat eine entsprechende Bühne einfach verdient! 🙂 Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass Ihr die Palette für 53-54€ überall dort bekommt, wo Urban Decay verkauft wird. Ich habe mein Exemplar bei Douglas Online bestellt. Ein bisschen Geduld lohnt sich hier, da es im Moment oft 20% Gutscheine gibt – bei der Palette macht das einen Nachlass von knapp 11€ aus!

Ich hoffe, der ein oder anderen von Euch kann ich damit auch bei der Entscheidung helfen, ob dieses Schätzchen ebenfalls bei Euch einziehen sollte. Oder habt Ihr sogar schon zugeschlagen?

Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend!

Eure Louphelia

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